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KartenlegenWie können die Karten "wissen" was ich tun soll? Die Karten "wissen" gar nichts und Kartenlegen hat mit magischen Vorkommnissen oder gar schwarzmagischen Praktiken oder "Anrufungen" nichts gemein. Mein Verstand ist seit der ersten Legung, die ich erfolgreich durchgeführt habe, damit beschäftigt, eine plausible Erklärung für die Funktionstüchtigkeit des Kartenlegens zu finden. Mit den mehr oder weniger gelungenen Hypothesen könnte ich bereits ganze Bücher füllen, die man genauso auch gleich wieder wegwerfen könnte. Ganz ehrlich... ich weiß nicht, warum das Kartenlegen wirklich funktioniert... Fakt ist: eindeutig wissenschaftlich beweisbar ist die Funktionsweise der Karten derzeit noch nicht. Fakt ist für mich aber auch: was liegt liegt, ist wie beim Skat und es hat immer einen Grund. Zur Beweisbarkeit sage ich deshalb NOCH nicht, denn was vor 200 Jahren undenkbar war, gilt heute als fundierte wissenschaftliche Erkenntnis (siehe z.B. Quantenphysik etc.). Meine derzeit für mich persönlich plausibelste Erklärung für die Funktionsweise der Karten ist die Seelenspiegel Annahme. Ganz vereinfacht könnte man sagen, daß die Karten eine Art Sprache darstellen und zwar eine Sprache, die keine Worte kennt, sondern sich in archetypischen Bildern allgemein verständlich und weil archetypisch für jedermann gleich äußert. Sie sind somit ein Übersetzer für etwas, was man ohne den "Dolmetscher" Tarotkarte nicht benennen könnte, weil dieses "Wissen" eben keine Worte kennt. Das wird einigermaßen plausibel, wenn man sich mit der modernen Hirnforschung ein wenig befaßt, denn es ist derweil unumstritten, daß das menschliche Großhirn in zwei Hälften geteilt ist, wovon eine digital (also rational und mit Worten) arbeitet und eine analog (also emphatisch und mit Gefühlen oder Bildern). Die Fähigkeit zu abstrahieren, also beim Wort Apfel, zu wissen was ein Apfel IST, liegt in der rationalen Hälfte. Die emphatische Hälfte weiß wie der Apfel aussieht, wie er schmeckt, wie er sich anfühlt, wie er riecht, doch sie hat im hochtechnisierten alltäglichen Leben so gut wie keinen Platz mehr, außer, daß sie für den digitalen Computer (die rationale Hälfte) zum Wort Apfel das Bild hervorholt, wenn die Zeit dafür ist! (zum riechen, fühlen, schmecken kommt sie sicher nicht mehr). Unter heutigen Lebensumständen könnte man prima durch die Welt gehen, ohne die emphatische Vernunft für irgendetwas gebrauchen zu müssen, denn alles was wir "brauchen" ist komplett auf die Bedürfnisse des rationalen Verstandes eingestellt. Man könnte... Nun hat aber die Existenz verfügt, daß der Mensch nicht digital gesteuert durch sein Leben wanden soll und einem Roboter gleich sein Tagwerk verrichten und das, was den Mensch Mensch sein läßt, muß sich erst mal über ungute Gefühle, über düstere Vorahnungen, über Probleme bis hin zu depressiven Verstimmungen bemerkbar machen, weil der Mensch als solcher es sonst gar nicht mehr bemerken würde, so sehr hat er die Scheuklappen im Alltagstrott auf. Das Kartenlegen mitTarotkarten ist eine wundervolle Ausdrucksform für das, was in jedem Menschen darauf wartet, endlich angehört zu werden. Ich sehe Orakel im allgemeinen als Ausdrucksform der menschlichen Seele, als eine Art Sprachrohr für das, was von der rationalen Vernunft sonst nie gehört würde. In dieser Funktion sind die Karten als universell zu betrachten, weshalb sie wirklich für jeden Menschen funktionieren, egal ob er an deren Wirksamkeit glaubt oder eben nicht. |
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